„Einer der Vorteile von helleren Tönen ist, dass dadurch Texturen in den Vordergrund treten“, erklärt Willeke Jongejan, Senior Color Designer beim Global Aesthetic Center. Natürliche Materialien passen perfekt in diese Palette – die Maserung von Holz oder die Details sichtbarer Ziegelsteine kommen hierbei wunderbar zur Geltung. Experimentieren Sie auch bei Ihren Möbeln mit ähnlichen Materialien: Die Farben und Strukturen von Leder, Wolle und unbehandelten Holzmöbeln werden durch diese neutrale Umgebung hervorgehoben.

Ein Hauch von Glanz

Mit hellen Farben, Formen und Strukturen die Sinne stimulieren.

„Versuchen Sie, eine matte Wand mit Glanzdetails zu veredeln, sodass die Oberfläche sich im Tagesverlauf je nach Lichteinfall verändert“, sagt Willeke. Der Einsatz heller Töne und Farbproportionen in Kombination mit diesen Variationen zwischen Matt- und Glanz-Finish verleihen Räumen ein dezentes Überraschungselement. Helle Textilien und Teppiche können ebenfalls zu einem dezenten Kontrast beitragen.

Verwendete Farben:

ON.00.81
E4.05.65
S0.10.50

Elegant ist Trumpf

Erzeugen Sie durch zweifarbige Wände Grafikmuster.

„Die Zeit, in der Zimmer vollgestopft und Produkte nur um ihrer selbst Willen präsentiert wurden, ist weitestgehend vorbei“, so Willeke. Wir bewegen uns weg vom traditionellen Konsumdenken und hin zu einer dezenteren, bescheideneren Vorgehensweise bei der Auswahl unserer Besitztümer und Dekorationen in unserem Zuhause. Dieser asketische Ansatz bei der Inneneinrichtung basiert auf einer neuen Art von Luxus – dem Luxus von Raum und Zeit. Wir überwältigen also nicht mehr unsere Sinne, sondern geben ihnen mithilfe einer beruhigenden, hellen Farbpalette genügend Raum.

Verwendete Farben:

TN.02.84
S0.10.50

Die persönliche Note

Durch ein dezentes Farbkonzept geben Sie Gegenständen die Möglichkeit, aufzufallen und bewundert zu werden.

Bei einem solch schlichten, zurückhaltenden Ansatz können Sie die Persönlichkeit jedes Zimmers entwickeln, indem Sie Accessoires aus unterschiedlichen Materialien ergänzen. Konzentrieren Sie sich dabei vor allem auf das Taktile. „Denken Sie darüber nach, wie sich alles anfühlen wird“, meint Willeke. Vor einer Farbkulisse mit nur dezenten Variationen sorgen die Objekte im Raum für ein abwechslungsreiches Element.

Sie können auch mit teilweise gestrichenen Möbeln experimentieren, bei denen bestimmte Bereiche unbehandelt geblieben sind. Streichen Sie zunächst nur ein paar Stühle in einem Raum – wenn Sie besonders mutig sind, können Sie auch einen Stuhl nur zur Hälfte streichen. Dadurch wirkt der Übergang von glatt zu rau selbst bei einem einzelnen Möbelstück.

Verwendete Farben:

S0.10.50
ON.00.81

Die Kunst des Understatements

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